Wasserdicht, stabil und leicht – der On Cloudvista 2 Waterproof ist die ideale Wahl für die Übergangszeit. Wie verhält er sich auf Schlamm, nassen Steinen oder im Wald? Wir haben ihn in der Praxis getestet.
Beim Trailrunning weiß man nie, was auf einen zukommt. Wurzeln, Schlamm, spitze Steine, aber auch ein bisschen Asphalt. Und wenn es dann noch regnet, ist es gut, wenn man Schuhe hat, die in jeder Situation für sicheren Halt sorgen. Der On Cloudvista 2 Waterproof verspricht all das – er ist bequem, robust, stabil und meistert auch härtestes Terrain. Im Vergleich zum Cloudvista 2 verfügt dieser auch über eine Membran, die bei Regen oder Schnee den Fuß trocken hält. Wie hat er die Unbilden des Winters und Frühjahrs gemeistert?
Die Sohle eignet sich für fast alle Geländearten, aber am wohlsten scheint sie sich auf weichem Waldboden zu fühlen.
Der Cloudvista 2 Waterproof ist ein Trailrunning-Schuh, der stabile und komfortable Dämpfung, geringes Gewicht, zuverlässige Traktion und Komfort auch bei längeren Trainingseinheiten oder Wettkämpfen in sich vereint. Man kann ihn auf Waldwegen, Bergpfaden und felsigem Gelände tragen, ohne sich eingeschränkt zu fühlen. Nur auf Asphalt schien er mir nicht zuhause zu sein – da wirkte der Schuh etwas träge, ohne richtigen Kontakt.
Generell ist er perfekt für Trails und Bergpfade im Winter oder in der Übergangszeit, wenn sich Schlamm, nasser Schnee und nasse Steine als Untergrund abwechseln. Ich habe den Schuh bei wärmerem Wetter ausprobiert und muss sagen, dass die Membran in puncto Atmungsaktivität und Lüftung meiner schwitzenden Füße nicht wirklich überzeugt hat.
Die stabile Konstruktion sorgt sowohl für ein festes Auftreten als auch für relativ dynamisches Abdrücken.
Erster Eindruck? Bequem. Der Schuh schmiegt sich sehr eng an den Fuß an und sitzt wie angegossen. Im Gegensatz zu einigen ultraleichten Trailrunning-Schuhen, die den Fuß kaum einfassen, fühlt sich der Cloudvista 2 solide und stabil an, drückt aber trotzdem nirgends.
Das Obermaterial besteht aus einem robusten Ripstop-Vamp-Mesh, das leichte Belastungen durch Äste oder Steine aushält. Die zusätzliche wasserdichte Membran bietet auch beim Laufen im Regen, im Morgentau oder im Schnee Komfort. Der Schuh ist jedoch relativ atmungsaktiv, sodass der Fuß nicht überhitzt.
Um den großen Zeh herum ist eine Beschichtung, die die Nägel schützt, wenn man gegen einen Stein oder ein Schienbein tritt. Der Fersenbereich ist fest und bildet eine gute Stütze vor allem für die Achillesferse. Insgesamt verleiht er dem Schuh mehr Stabilität.
Der Schnitt ist etwas schmaler, wer also einen sehr breiten Fuß hat, sollte ihn besser vor dem Kauf irgendwo anprobieren. Aber wem On normalerweise passt, für den wird das kein Problem sein. Ich persönlich habe einen breiteren Fuß, aber er schwillt nicht so stark an, wenn ich in den Wintermonaten laufe, sodass ich überhaupt kein Problem gespürt habe. Außerdem kann ich mir nicht vorstellen, in der Sommerhitze in einem Membranschuh zu laufen, das Problem ist also eigentlich gar keins.
Das Ripstop-Obermaterial mit wasserdichter Membran eignet sich perfekt für den Frühling.
Beim Laufen verhält sich der Cloudvista 2 Waterproof genau so, wie man es von einem komfortablen Trailrunning-Schuh erwartet – weiches Auftreten, sanfter Übergang zum Abdruck und ein stabiles Gefühl. Dafür sorgt der Helion™-Schaum und die Technologie CloudTec® kümmert sich um die Dämpfung.
Im Ergebnis sind die Schuhe nicht unnötig hart, aber gleichzeitig fühlen sie sich nicht schwammig an. Bei jedem Schritt gibt es ein klares Feedback, das man besonders auf technischem Terrain, wo man den Boden spüren muss, zu schätzen wissen wird. Bei längeren Läufen ermüdet der Schuh den Fuß nicht und verteilt die Stöße gut.
Die Sprengung von 9 mm schont die Achillessehne und sorgt dafür, dass auch lange Läufe bequem absolviert werden können. Der Schuh zwingt einen nicht, in einem bestimmten Stil zu laufen, er passt sich einfach den Bewegungen seines Trägers an.
Detail der Innenseite des Schuhs im Bereich des Längsgewölbes und der Außenseite mit einem recht hohen Saum.
Wenn etwas bei diesem Schuh wirklich heraussticht, dann ist es die Sohle. Missiongrip™ hat ein ziemlich aggressives Profil, das gut auf weichem Boden, im Schlamm, auf nassen Steinen und im losen Kies funktioniert.
Wenn man im Wald läuft, spürt man, wie sich die Schuhe in den Boden krallen und für stabilen Halt sorgen. Selbst auf technisch anspruchsvollerem Terrain hat man nicht das Gefühl, dass der Schuh rutschen könnte. Er bewältigt auch nasse Holzstege oder Wurzeln gut.
Das einzige Terrain, auf er sich nicht wohlzufühlen scheint, ist Asphalt. Die Sohle wirkt darauf etwas härter, man spürt nicht die gleiche Geschmeidigkeit wie auf weichem Untergrund und die Schuhe zwingen einen zu kürzeren, kontrollierteren Schritten. Bei kurzen Straßenläufen ist das kein Problem, wer jedoch beabsichtigt, regelmäßig zwischen Asphalt und Trail zu wechseln, der sollte einen anderen Schuh in Betracht ziehen.
Das grobe Profil hat mich auch bei weichem Boden oder Schnee nicht im Stich gelassen. Ein Gummiband am Spann sorgt dafür, dass die Schnürsenkel nicht umherwirbeln.
Wer auf der Suche nach einem bequemen, stabilen und langlebigen Trailrunning-Schuh ist, der sowohl in weichem als auch in anspruchsvollem Gelände gut zurechtkommt, für den ist der On Cloudvista 2 Waterproof eine gute Wahl. Dank seines soliden Ausbaus und der aggressiven Sohle hält er auch den härtesten Bedingungen stand, ist aber gleichzeitig nicht zu hart und ermüdet die Füße nicht unnötig.
Wer jedoch viel auf Asphalt läuft oder einen besonders breiten Schuh benötigt, der sollte sich nach einem anderen Modell umsehen. Und sonst? Das ist der perfekte Trailrunning-Schuh für Läufer, die einen leichten und dennoch robusten Schuh suchen, der auch härteren Bedingungen gewachsen ist.
Ich bin kein Befürworter von Schuhen mit einer Membran, und das beschränkt sie für mich auf den Herbst, den Winter und den zeitigen Frühling.
Autor: Tadeáš Vyvijal
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